SV Pfefferwerk - SG NARVA IV 23:29
Gegen Ende die Punkte gesichert...
Sonntag, 11:07 Uhr - gähnende Leere vor der Max-Schmeling-Halle. Nicht, dass die gerade ankommenden vier NARVA-Akteure sich drängende Zuschauermassen erwartet hätten, aber doch ein paar bekannte Gesichter. Sollte es heute etwa wieder so eine dürftig besetzte Bank geben wie bei den Handballfreunden Pankow? Nach kurzweiliger Kabinensuche fand man in den Katakomben gar acht weitere Mitstreiter vor, die mit Markus (11:22) und Simon (11:34 - Ist das eigentlich positiver Rekord?) das Spielprotokoll komplettierten. Nur der versprochene Chronist (Alex P.) hatte wohl noch an den Folgen des vorherigen Abends zu nagen, um dann aber kurz vor dem Halbzeitpfiff doch durch seine Gegenwart und analytische Fähigkeiten zu glänzen.

Pfefferwerk ist heutzutage nicht mehr vergleichbar mit der Mannschaft, die zu Beginn der vergangenen Spielzeit der legendären "Gründerschaft NARVA IV" (Gottschild - Hecker, Jagow, Six, Hannemann, Schumacher) selbst in Überzahl unterlegen war. Ein wurfgewaltiger Halblinker/Mitte und ein individuell starker Halbrechter sollten uns das Leben schwerer machen als erwartet. Trotzdem die Prenzlbeger in der kürzeren Vergangenheit achtbare Ergebnisse erzielen und auch punkten konnten, schien man sich des Sieges aufgrund des Tabellenstandes zu sicher zu sein. Nach dem schnellen 2:5 verstärkte sich dieses Gefühl anscheinend. Vom Coach ob der personellen Unterlegenheit (eine Alternative) des Gastgebers zwar animiert, schnell zu spielen, wurde dies eher hektisch umgesetzt. Anspiele, die man vielleicht mal bei der WM gesehen hat, wurden kopiert, fanden aber nicht ihr Ziel. Dazu kam noch die fehlende Abstimmung gegen schon zuvor erwähnte Akteure des Gastgebers, die sich mehrfach durchsetzen konnten. Resultat dessen war "nur" ein 14:14, als die Seiten gewechselt wurden.

Rückraumwürfe ohne Vorbereitung verstärkten unser Dilemma nach der Unterbrechung. Fehlendes gemeinsames Training und zwangsläufig die Abstimmung führte zwischenzeitlich zum 20:18 für Pfefferwerk. Eine taktische Auszeit (Luftholen - 20:19) des Gegners brachte uns durch klare taktische Anweisungen letztendlich auf die Siegerstraße. Viel aufmerksamere Abwerhrarbeit ermöglichte uns die für den Sieg nötigen Ballgewinne. Auch wenn offensiv weiterhin nicht alles rund lief, war nach 12 Minuten ohne Gegentor (20:24/53.Minute) alles gelaufen.

Fazit: Die letzten zwanzig Minuten müssen der Maßstab sein. Um diesen und die Abstimmung über die gesamte Spielzeit zu erreichen, ist gemeinsames Training definitiv notwending! Denn sonst spielt man eben nur so, ohne die wirkliche Leistungsfähigkeit auszuschöpfen.
Tor:Torsten Fehling, Olaf Knorr, Mario Naase (n.e.), Gregor Gottschild (n.e.)
Feld:Simon Adrian (8), Markus Koenig (7), Thomas Berg (5), Hardy Krüger (2), Thomas Storbeck (2), Burkhardt Flemer (1), Denny Haupt (1), Marcel Kleeblatt (1), Heiko Thomas (1/1)