SG NARVA - SG Ajax / Altglienicke II 24:18
Dritter Gang, vierter Gang... Sieg!
Sagen wir es einmal so, die Stammeinheit der Alten Herren befand sich im wohlverdienten Skiurlaub irgendwo Richtung Kaukasus und die Daheimgebliebenen standen nun vor der Aufgabe, gegen die Köpenicker Vertretung irgendwie gut auszusehen.

Nachdem die Ü32ér Pusche und Ebi sich ebenfalls einsatzbereit zeigten und sich der alte Haudegen Hübi auch noch zum Spiel meldete, hatten wir eine volle Truppe und sogar die Möglichkeit, wechseln zu können. Der Beginn der Begegnung war jedoch eher verkrampft. Wir wollten die Partie langsam angehen, um Kräfte zu sparen, das Thema schnelle Angriffe - aussen vor, denn es sollte auch von Ajaxseite, nicht zu deren Stärken zählen. Also alles ganz entspannt nach vorn und dann mal schauen wie es läuft. So schlecht war das auch nicht, jedoch die Chancenverwertung war unter aller Kanone. Latte, Pfosten oder den Torhüter berühmt werfen. So zog sich das in der ersten Halbzeit serienweise hin. Zu verdanken ist es in dieser Phase, dass sich der an diesem Tage sehr schweigsame Thomas Knorr immer wieder ein Herz fasste und mit gut platzierten Würfen und belastbaren Einzelaktionen unsere Mannschaft im Spiel hielt. Oh, schnell, diese Halbzeit abhaken.

HZ : 7 : 10.

In der Pause hatte eigentlich jeder etwas zum Besten zu geben. Aber die Aussage von Hupi brachte es auf den Punkt. Wir müssen endlich schnell spielen, einen Gang höher schalten und wir werden das Spiel drehen.

Gesagt, getan. Wir haben Anwurf und Zack, Thomas fackelt nicht lang, drin. Keine Minute später vertändelt der Gegner im eigenen Angriff den Ball, wieder stürmt Thomas hinterher, entledigt sich des, den Ball abschirmenden Gegenspieler´s und der mit aufgerückte Puschenfred bekommt den Ball genau in den Lauf gespielt und zimmert den Ball in seiner unnachahmlichen Manier ins obere lange Eck des Tores. In der darauf folgenden Minute gleicht Thomas den Spielstand auf 10:10 aus. Das alles in den ersten 3 Minuten von Hälfte Zwei.

Der Köpenicker Coach nimmt seine Auszeit.

Diese half aber nun auch nicht mehr. Die Ajax-Männer diskutierten immer noch über das nicht gegebene „Foul“ von Thomas bei der Eroberung des Balles und des anschließenden Konters. Hupi hingegen jubelte, jetzt kommt der 4. und 5. Gang. So sollte es auch sein. Wir spielten jetzt regelrecht zum Tanz auf. Die Deckung stand wie eine Macht, wir bekamen die Chancen zum schnellen Gegenstoß und verwerteten diese teilweise sehr eindrucksvoll. Die Mannschaft war jetzt EINE Einheit, in der sich für den Nebenmann der Allerwerteste aufgetan wurde. Der sonst auf platzierte Würfe vom Kreis aus spezialisierte Hübi fing mit einem über 10 Meter angesetzten Kurzsprint einen gegnerischen Konter ab - großes Kino!
Wir waren nicht mehr zu halten. Schnell wurde der Ball von unserem Keeper Raimund in Richtung Mitte gespielt, wir stürmten kontrolliert in Richtung Ajax-Tor, kreuzten, kombinierten, liefen ein. Es passte jetzt fast alles. Selbst die Luft zum Atmen war noch da. Wir hatten jetzt Spaß und daher auch die Zweite Luft und Lungenflügel so groß wie Ballons.

Die Südberliner hatten nun auch wirklich kaum noch etwas zu entgegnen, und so siegten die glorreichen Friedrichshainer der SG NARVA.

Endstand 24 : 18
Christian Eberhardt
Tor:O. Knorr, R.Hahn
Feld:J. Hübner, T.Jahr (7), Ch.Eberhardt (3), A. Grabowski (3), B.Eikelmann (4), T.Knorr (7), M. Hup - Coach: Ecki