Turnier in Buch (15.-17.06.)

Der achte ESV-Cup war zugleich der letzte in Buch, denn der Austragungsort wird sich ändern müssen, da es den Sportplatz in einem Jahr nicht mehr geben wird. Trotz oder gerade wegen dieser eher betrüblichen Nachricht wurde es ein tolles Wochenende und die Feierlichkeiten begannen schon am Freitag.
Obwohl sich noch nicht alle Teilnehmer eingefunden hatten und das Festzelt nur halb gefüllt war, verbreiteten vor allem die Gäste aus Neugersdorf und Sohland gute Stimmung. Etwa gegen 5 Uhr ging dann auch der letzte ins Bett. Es soll aber auch Leute gegeben haben, die sich keine Erholungspause gönnten.

Samstagmorgen, also 2-3 Stunden später, konnte man übermüdete und verkaterte Gestalten beobachten, wie sie auf unterschiedlichste Art und Weise versuchten ihr Frühstück einzunehmen. Viele beschränkten sich auf Kaffee, um den verseumten Schlaf auszugleichen. Unser Team vervollständigte sich mehr und mehr. Zu den bereits anwesenden Ralf Kalinkat, Detlef Schumacher, Thomas Berg und Torsten Fehling gesellten sich noch Edward Six, Olaf Knorr, Dietmar Müller, Lutz Hannemann, Torsten Jahr, Robert Klausmeyer, Rene Schnell und Lieven Hentschel. Mit dieser schlagkräftigen Truppe, bestehend aus Akteuren aller Männermannschaften, sollte der Turniersieg angepeilt werden. Es begann auch wirklich gut und wir konnten unsere Gruppenspiele relativ locker gewinnen. Leider hatten wir dann zu viel Zeit bis zum Viertelfinale und Coach Schumacher eröffnete den traditionellen Caipirinha-Nachmittag. Neidvolle Blicke ernteten wir deshalb nicht nur auf dem Spielfeld. Coesfeld, unser Viertelfinalgegner, bereitete sich indes akribisch auf den Wettkampf vor. Es half ihnen zunächst nicht, denn wir konnten zur Halbzeit mit 4:1 eine komfortable Führung verbuchen. Leider wohl zu deutlich, denn in der zweiten Periode war nichts mehr wie zuvor. Unüberlegte Abschlüsse und viele Unkonzentriertheiten in der Deckung hielten unseren Gegner im Spiel. Allerdings hätte es trotzdem zum Erreichen des Halbfinals langen müssen. Doch die letzten fünf Minuten gerieten zu einem Fiasko und Coesfeld warf drei Tore in Folge, die uns das Genick brachen, da unsererseits nur noch Aluminium in Schwingung versetzt wurde. Das "Trauma von Buch" setzte sich also auch in diesem Jahr fort und geht mit 10:11 in die Geschichte ein.

Enttäuschung machte sich breit, hielt aber nicht lange an und es wurde trotzdem gefeiert. Am nächsten Morgen konnte man, ähnlich erschöpft wie am Vortag, Stephan Schlotterbeck und Andreas Kühn begrüssen.
Einige erinnerten sich nur bruchstückhaft an die Feierlichkeiten der vergangenen Nacht und das Erstaunen war groß, als so ziemlich jede(r) freundlich Richtung Narva grüsste. Die nebensächlichen Platzierungsspiele schlossen wir mit dem 6.Platz ab. Egal, denn viel wichtiger war da der Sieg unserer Damen im Spiel um Platz 15.

Als Ausklang sah man sich noch das Finale an, das der HC Blankenburg (alte Dynamo-Auslese) gegen Coesfeld recht solide gewann. Man ärgerte sich noch ein wenig, denn gegen die Blankenburger wäre es sicher noch interessant geworden. So ertränkten wir unseren Kummer noch im einen oder anderen Freibier (insgesamt wurden am Wochenende 1.100 Liter ausgeschenkt) und machten uns dann samt Sonnenbrand auf den Heimweg. Ein wunderbares Turnier, das es zu erhalten gilt.