SG Humboldt/Bären - SG NARVA II 27:33
Exzellente erste Hälfte führt zu letztendlich ungefährdetem Sieg...
Es sollte für die C-Jugend der abschließende Test vor dem Landesliga-Spitzenduell mit den Spandau-Füchsen werden. Entsprechend wurden die schon vorher in der A2 aushelfenden echten B2-Spieler geschont. Leider konnten Daniel (festgespielt in der B1, aber Betreuer) Leon, Micha und auch Robert nicht die Möglichkeit nutzen, noch einmal Spielpraxis zu sammeln. Mit nur einem Feldspieler in Reserve und im Rückraum doch arg ausgedünnt ging es ins Märkische Viertel zu den Humboldt-Bären, denen wir im Hinspiel noch mit 24:29 unterlagen.

Auf der Gegenseite fehlte der gefährlichste Akteur, der uns noch im Hinspiel 12 Buden eingeschänkt hatte. Aber das allein erklärt nicht, warum wir in der ersten Hälfte eine schon fast unheimliche Dominanz an den Tag legten. Gleich den ersten Treffer markierte Chris nach schöner Einzelleistung, der er eine fast deckungsgleiche Aktion folgen ließ. Augenblicklich war die Ehrfurcht vor dem körperlich überlegenen Kontrahenten wie weggeblasen. "Wenn sich schon einer unserer kleinsten Spieler durchsetzen kann, können wir das erst recht", dachte sich wohl das restliche Team und überrannte einen völlig überforderten Gastgeber durch aufmerksame Abwehrarbeit und konsequentes Tempo bis zum Pausenstand von 11:21!

War der Gegner so schlecht oder wir einfach so gut? In der Kabine einigten wir uns darauf, dass wohl beides zutraf. Also ab in die zweite Hälfte.

Dort ging es leider nicht so weiter. Denn nun erfuhren wir einen Stresstest der besonderen Art. Der Schiedsrichter erkannte sein gutes Herz für den Schwächeren und ließ ihn gewähren, während uns immer wieder Aktionen zu früh ab- und diverse klare Tore nach angeblichem Übertreten weggepfiffen wurden. Hinzu kam natürlich auch, dass die Defensive nun nicht mehr so konsequent arbeitete und somit unsere Keeper vermehrt auf sich allein gestellt ließ. Wir konnten uns also nicht weiter absetzen, haderten mit dem Schiedsrichter und der gegnerischen Bank, so dass die zweite Hälfte dann mehr oder weniger so "dahingewürgt" wurde.

Fazit: Eigentlich müssen wir in allen Belangen dankbar sein für diesen Test! Im ersten Abschnitt gezeigt, dass fast jeder Leistungsträger adäquat ersetzt werden kann. Kompliment an die Mannschaft für diese imponierende Leistung. Im zweiten Durchgang wären einigen ob der fragwürdigen Entscheidungen fast die Sicherungen durchgebrannt und sich mit vielem, aber kaum noch dem eigentlichen Spiel beschäftigt. Jungs, auch wenn es schwer fällt: Ihr müsst gelassener werden, wenn es um äußere Einflüsse geht, die Ihr nicht ändern könnt. Gelingt es Euch, solche Widrigkeiten mit einem Lächeln zu quittieren, wie es beispielsweise Jonas tat, der seine Motivation daraus zog, seid Ihr einen gewaltigen Schritt weiter!

Und noch was zum Schluss: Mitspieler werden motiviert und nicht schon bei der Einwechslung mit einem "Augenrollen" begrüßt. Bestes Beispiel für beharrliche Arbeit ist Chris, der sich immer in den Dienst der Mannschaft stellt, seine Chancen nutzt, die aufgrund der noch vorhandenen physischen Ungleichheit bisher eher wenige sind. Aber es geht spürbar voran. Und warum? Gerade weil er seine Chancen bekommt und bekommen muss! Und diese Möglichkeit werden wir auch weiterhin Spielern geben, die sich entwickeln wollen. "Großmäuler" fallen irgendwann mal mächtig auf selbige!

So, genug gemeckert - geile 1.Hälfte!
TF
Tor:Justin Kluge, Philipp Kozik, Ludwig Mai
Feld:Hannes Klum (2), Ben Hoffmann, Christopher Rüsch (2), Tobias Kroggel (7), Jonas Ansohn, Gabriel Hernández Garcia (10/1), Richard Rabenalt (12/2)